Bekomme ich trotz meines schlechten Zeugnisses einen Ausbildungspaltz?

Eine 5 in Mathe oder Deutsch? Das schlechteste Zeugnis des Jahrgangs? Was soll man nur tun? Die Schule ist abgeschlossen und nun benötitgt Ihr dringend einen Ausbildungsplatz. Aber mit diesem Zeugnis mögt Ihr Euch nicht bewerben. Was nun? Zeugnis einfach weglassen? Oder die Ergebnisse schönreden? Wir haben für Euch ein paar Tipps aufgestellt, wie Ihr Euch richtig verhaltet.

Es ist in der Tat nicht einfach, schlechte Zeugnisse behindern Euch im Bewerbungsprozess und viele von Euch werden aufgrund der schlechten Noten nicht einmal zu einem Bewerbungsgespäch eingeladen. Man neigt in solchen Fällen leicht zur Verzweiflung und denkt darüber nach, die Zeugnisse einfach nicht beizufügen. Dieses ist keine gute Idee. Bei den Betrieben „schrillen hier meistens die Alarmglocken“. Der Ausbildungsleiter kann sich hier ausmalen, wie das Zeugnis aussieht und wird auf alle Fälle nach diesem fragen, wenn es zum Bewerbungsgespräch kommt. Er wird ggf. sogar bitten, dieses nach zu reichen oder zum Bewerbungsgespräch mit zu bringen. Im aller schlimmsten Fall werdet Ihr eine sogenannte „Standardabsage“ erhalten. So etwas ist meistens sehr frustrierend.

Für ein schlechtes Zeugnis solltet Ihr Euch gegenüber dem Betrieb auf keinen Fall rechtfertigen und dieses Thema nicht im Bewerbungsschreiben aufgreifen. Ihr müsst im Bewerbungsschreiben bereits punkten, sprich zählt Eure Stärken auf und bringt rüber, dass gerade Ihr geeignet seit für diese Lehrstelle. Zeugnisse gehören „nur“ in den Anhang.

Wenn im Bewerbungsgespräch trotzdem die schlechten Noten angesprochen werden, kommentiert es einfach mit „Mit diesem Ergebnis war ich selbst auch nicht glücklich“ und lenkt das Gespräch auf den Erfolg, den Ihr beim Praktikum oder in Eurem Nebenjob erzielt habt.

Ein telefonischer oder persönlicher Erstkontakt, kann häufig schon nützlich sein, um zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen zu werden. Der Personalleiter merkt so schnell, dass Ihr Interesse an Beruf und Firma habt. Zeigt viel Interesse und teilt mit, dass Ihr die Bewerbung noch heute gerne einreichen würdet und ob Ihr diese vielleicht auch persönlich einreichen könnt. So etwas macht einen sehr guten Eindruck. Vielleicht habt Ihr im Anschluss schon die Möglichkeit auf ein persönliches Kennlerngespräch.

Schlechte Noten müssen nicht immer bedeuten, dass man keine Chancen erhält. Seht einfach zu, dass im Bewerbungsschreiben keine Fehler enthalten sind und dass der Lebenslauf vollständig und gut formatiert ist. Auch mit einer guten Bewerbungsmappe punktet man bei den Betrieben!

Wir wünschen Euch alles Gute und lasst nicht gleich den Kopf hängen, wenn es nicht so läuft, wie Ihr möchtet.