Mache ich eine Ausbildung im Handwerk studiere ich lieber?

Diese Frage stellen sich viele junge Leute, die mit der Schule fertig sind. Unser Tipp, lieber erst eine Ausbildung absolvieren, im Anschluss könnt Ihr dann immer noch studieren.

Viele junge Akademiker stehen nach ihrem Studium auf der Straße, haben mehr als 200 Bewerbungen geschrieben und stellen sich zurecht die Frage, ich habe ein abgeschlossenes Studium sogar mit internationaler Erfahrung, bin intelligen es gibt keinen Grund, warum ich so viele Absagen erhalte, ich bin doch eine Fachkraft….

Dies ist wohl richtig, doch leider werden in der heutigen Zeit nicht mehr so viele Akademiker gesucht. Der Fachkräftemangel bezieht sich hauptsächlich auf die Berufe, die Nicht akademisch sind. Jawohl, Ihr habt richtig gehört! Gesucht werden nicht noch mehr Bachelors und Masters, gesucht werden Handwerker und Techniker am liebsten mit Zusatzqualifikationen.

Auch Frauen können sich in sogenannten Männerberufen integrieren. Ein Beispiel:

Viele junge Frauen werden vermutlich den Beruf der Maschinenbautechninkerin für sich auf den ersten Blick ablehnen, aber auf den zweiten oder dritten vielleicht doch nicht. Vielleicht sollten hier auch einmal die Schulen überlegen, Projektwochen anzubieten, wo auch junge Männer vielleicht einmal Mal für Modeberufe begeistert werden. Auch die Gymnasien sollten sich hier nicht ausklammern. Es wäre höchst fatal bei den alten „Schnittmustern“ zu bleiben, wer auf die Hauptschule geht, ist der potentielle Handwerker, wer auf die Realschule geht, sollte einen Beruf im Kaufmännischen wählen und die Gymnasiasten sind die künftigen Akademiker und Führungskräfte.

Auch Gymnasiasten können in handwerklichen Berufen wie z.B. als Elektroinstallateur sehr glücklich werden, wenn Sie nicht in ihrem Schulleben ständig auf andere Berufe und Zukunftsperspektiven getrimmt werden würden. Wenn man sieht, was studierte Menschen in Nicht-Engpassberufen verdienen, ist diese Perspektive doch weitaus attraktiver.

Klar geht es nicht (nur) um Geld? Aber was ist das für eine Zukunft, in der man mit Studium brutto 1.600,- Euro verdient (nicht ungewöhnlich heute als Redakteur, Modedesigner, in der Kultur usw.) und sich damit schlechter stellt als ein Friseurmeister, der seine „Nische“ gefunden hat? Was nutzt einem Leidenschaft, wenn man leider von seiner Arbeit nicht leben kann.

Vergesst nie, Handwerk hat goldenen Boden und studieren kann man auch immer noch der abgeschlossenen Ausbildung.

Ihr werdet gebraucht. Vergeudet Euer Talent nicht und nehmt Euer Leben selbst in die Hand.

Wir, das Handwerk zählen auf Euch!!!!!

Wie verhält sich ein zukünftiger Azubi bei einem Vorstellungsgespräch?

Du hast Dich in einem Betrieb beworben und nun die Einladung zu einem Vorstellungsgespräch erhalten. Prima, damit hast Du die erste Hürde in das Berufsleben genommen. Du hast eine gute Bewerbung abgegeben und einen guten Eindruck hinterlassen. Nun gilt es diesen auch im Vorstellungsgespräch zu bestätigen. Jetzt aber bloß keine Panik aufkommen lassen, niemand reißt Dir im Vorstellungsgespräch den Kopf ab, Dein zukünftiger Chef möchte Dich nur etwas besser kennenlernen. Es handelt sich nicht um ein Verhör und Du sitzt auch nicht auf der Anklagebank. Wichtig ist immer, locker bleiben, dann klappt das auch! Hier einige Tipps, wie Du Dich gut auf Dein Vorstellungsgespräch vorbereiten kannst.

Das Allerwichtigste ist, dass Dein künftiger Chef sieht, dass Du Dich für seinen Betrieb interessierst. Die Frage, die er höchst wahrscheinlich stellen wird, ist, warum Du ausgerechnet diesen Beruf erlernen willst. Am Besten, Du bereitest Dich schon einmal darauf vor.

Des weiteren werden Fragen kommen wie, warum Du dich gerade für seinen Betrieb entschieden hast?, deshalb solltest Du Dich vorab schon einmal über den Betrieb informieren. Hat der Betrieb ein Spezialgebiet? Wie viele Leute arbeiten dort? Welche Produkte stellt der Betrieb her? Welche Dienstleistung wird angeboten? Ist der Betrieb schon einmal für irgendetwas ausgezeichnet worden?

All diese Informationen findest Du entweder im einer Informationsbroschüre des Betriebes oder auch im Internet. Und vielleicht kennst Du ja sogar jemanden, der dort arbeitet?

Die richtige Vorbereitung

Natürlich musst du über den Betrieb Bescheid wissen. Und auch über den Beruf, den du erlernen willst. Aber dein künftiger Chef wird dich bestimmt auch fragen, was Du denn bisher so gemacht hast. Wenn Du ein oder mehrere Praktika gemacht hast, ist das perfekt! Dann kannst Du ja dann davon erzählen. In jedem Fall aber solltest Du auf diese Frage nicht einfach nur deinen Lebenslauf wiederholen. Wundere Dich nicht, wenn der Chef auch etwas von Dir persönlich wissen will, wie z.B. Deine Hobbies oder was Du in Deiner Freizeit machst etc.. Er möchte einfach gerne mehr über Dich erfahren. Hierüber solltest Du Dir vor dem Vorstellungsgespräch schon einmal Gedanken machen.

Wichtig ist, dass Du Dich nicht verstellst. Sei wie Du bist und versuch nicht zwangsläufig irgendwelche Erwartungen oder Ratschläge zu erfüllen. Du wirst nur nervös und Dein zukünftiger Chef, dass Du Dich verstellst.

Das richtige Outfit
Finger weg von Anzug und Krawatte! Wenn Du Dich bei einem kleinen Betrieb bewirbst, ist dieses Outfit nicht gerade ideal. Nebenbei bemerkt: fühlst Du Dich in Anzug und Krawatte wirklich wohl? Nicht, oder? Aber genau darauf kommt es an: Du sollst einen guten ersten Eindruck hinterlassen. Das schaffst Du in dreckigen Hosen mit Löchern genaus wo wenig wie im Anzug mit Krawatte. Denn da sieht man meist sofort, dass Du Dich für das Vorstellungsgespräch „verkleidet“ hast.

Am besten Du trägst Deine Klamotten und fühlst Dich einfach wohl und kommst Dir nicht blöd vor und kannst dich voll und ganz auf die Fragen ein Deines künftigen Chefs konzentrieren.

Wir wünschen Dir viele Erfolg für Deine berufliche Zukunft.

Verhaltensregeln für neue Auszubildende

Für viele Azubis sind so viele neue Eindrücke zu verarbeiten, neue Aufgaben und Kollegen. Gerade am Anfang der Ausbildung gilt für alle Azubis: erst einmal in Ruhe ankommen und dabei ein paar Verhaltensregeln berücksichtigen.

Es muss mit sehr viel Fingerspitzengefühl herausgefunden werden, welche Kollegen gesietzt oder gedutzt werden, mit wem ich auch mal ein offenes Wort reden kann und mit wem nicht. All das ist für frischgebackene Azubis nicht immer leicht. Aber auch wenn die eine oder andere Feuerprobe überstanden werden muss, man lernt dabei viel für Leben, Karriere und Verhaltensregeln. Mit der Zeit bekommt man das richtige Gespür für die Verhaltensregeln und man lernt andere Azubis kennen, denen es genau so ergeht.

Soziale Verhaltensregeln und Unternehmenskultur

In jedem Unternehmen gibt es sogenannte „Spielregeln“, die alle Mitarbeiter einhalten müssen, damit der Arbeitsablauf nicht gefährdet ist. Zu diesen Verhaltensregeln gehören Höflichkeit, Zuverlässigkeit und Hilfsbereitschaft genauso wie auch mal von selbst Hilfe anbieten. Um etwas zu Lernen, ist es auch wichtig, Kritik anzunehmen und umzusetzen. Oft gibt es auch betriebsinterne Verhaltensregeln: wie werden Zigarettenpausen gehandhabt oder wer ist gerade mit dem Ausräumen der Spülmaschine dran. Oft haben Unternehmen auch eine eigene Kultur. Nicht nur Kleidungsstil, sondern auch die Umgansformen können sehr unterschiedlich sein. Für Azubis gilt es sich anzupassen, ohne sich dabei vor den Kollegen zu verstellen.

Vorsicht ist die Mutter der Pozellankiste
Es ist oft schwer für Azubis sich in ein eingespieltes Team einzufinden. Oft arbeiten die Kollegen schon seit mehreren Jahren zusammen, lieben und hassen sich schon seit einer ganzen Weile. Das bedeutet, dasss es Kollegen gibt, die zusammen und gegeneinander arbeiten, solche die sachlich miteinander umgehen und solche, die eher auf einer gefühlsbetonten Schiene miteinander verkehren. Vorsicht ist im Allgemeinen geboten. Lieber sich neutral verhalten und sich nicht in Streitereien von Kollegen einbeziehen lassen.

Wenn Ihr diese Ratschläge befolgt, braucht Ihr Euch keine Sorgen um Eure Ausbildungszeit machen.