Das Handwerk erklärt: Das Handwerk

Handwerk – Das Handwerk ist ein riesiger Wirtschaftszweig. Ohne Handwerk läuft nichts in diesem Land. Ohne Handwerk kein Brötchen, kein Auto, keine Häuser, keine Straßen, keine Kleidung, kein Schmuck, keine Brillen und und und… Es gibt ca. 150 Handwerksberufe.
Handwerk bezeichnet den gesamten Berufsstand und steht der industriellen Massenproduktion gegenüber. Handwerksprodukte werden oft auf Bestellung angefertigt, handwerkliche Dienstleistungen auf Nachfrage erbracht. In Deutschland arbeiten in ca. 1 Million Betrieben 5 Millionen Menschen und erwirtschaften einen Umsatz von 500 Milliarden Euro. Im Handwerk sind ca, 500.000 Auszubildende beschäftigt. Im Land Bremen gibt es ca. 5.000 Handwerksbetriebe, die Auszubildendenzahl bei 3.210 (2010).

job4u – ESF-Bildungsmesse in Halle 4

am 06. und 07. Mai 2011 auf dem Bremer Messegelände –
Christian Rach (Rachs Restaurantschule) live auf der Bühne

Zum 1. Mal geht die job4u – die ESF-Bildungsmesse auf dem Messegelände Bremen in der Halle 4 an den Start. Angeboten werden bei der job4u zu besetzende Ausbildungsplätze für das Jahr 2011, praxisnahe Informationen rund um das Thema Studien- und Karriereplanung für Abiturienten, Studenten und junge Berufstätige. Das Angebot war selten so vielfältig, denn es präsentieren sich Unternehmen und Hochschulen aus der Region sowie überregionale Anbieter.

Bei der job4u können sich Interessenten im persönlichen Gespräch mit den Profis über die Ausbildungsanforderungen und den Berufsalltag informieren und Ihre Bewerbungsunterlagen direkt vor Ort präsentieren. Durch die ernorme Nachfrage im letzten Jahr wird es auch in diesem Jahr eine Informationslounge geben, bei der kompetente Berater des job4u e.V. den interessierten Schülerinnen und Schülern Ausbildungsplätze in sämtlichen Berufssparten, die für das Jahr 2011 noch zu besetzen sind, sowohl in Bremen als auch im Umland anbieten.

Chefin im Handwerk – Teil 1

Frauen in Handwerksberufen – das ist heute keine Seltenheit mehr. In mehr als 130 Arbeitsbereichen bietet das Handwerk handfeste berufliche Perspektiven für qualifizierte und engagierte Frauen. Ob als Unternehmerfrau, Betriebsgründerin, Mitarbeiterin oder Auszubildende, das weibliche Geschlecht ist in diesem Wirtschaftszweig mittlerweile eine feste Größe.
Die Zeiten, in denen das Handwerk als reine Männerdomäne galt, sind längst vorbei. Rund 27 Prozent der neuen Auszubildenden und 24 Prozent der Existenzgründer sind inzwischen weiblich. Vielfältige und spannende Aufgabenfelder, hervorragende Karrierechancen und ein familienfreundliches Arbeitsumfeld können immer mehr Frauen für handwerkliche Tätigkeiten begeistern. Neben traditionellen Berufen wie Friseurin oder Lebensmittelfachverkäuferin liegen moderne Hightech-Berufe, wie zum Beispiel Hörgeräteakustikerin, im Trend, bei denen Frauen mit rund 63 Prozent die Mehrheit der Lehrlinge stellen. Aber auch in den klassischen Männersparten ist der Frauenanteil in den letzten zehn Jahren kontinuierlich gestiegen. Berufe wie Tischlerin, Systemelektronikerin, Malerin oder Lackiererin gewinnen zunehmend an Beliebtheit. Ein Grund: Moderne Werkzeuge und automatisierte Maschinen haben die Arbeitsabläufe verändert. Immer mehr kommt es heute auf Köpfchen und Geschick an, statt allein auf körperliche Kraft. Darüber hinaus hat das vermeintlich schwache Geschlecht so einige antiquierte Ansichten in Sachen Berufswahl erfolgreich widerlegt.

Chefin im Handwerk – Teil 2

In Handwerksbetrieben hatten Frauen schon immer eine wichtige Stellung. In den zu 75 Prozent familiengeführten Unternehmen übernehmen die Partnerinnen der Geschäftsführer in vielfältiger Form Führungsaufgaben und sind de facto als Mit-Chefin stark in die täglichen Abläufe involviert.
Familie und Karriere stellen im Handwerk keine unvereinbaren Gegenpole dar. Durch die vorwiegend kleinen und mittelständischen Strukturen sind Handwerksbetriebe meist sehr flexibel. Im engen persönlichen Austausch können die Betriebsinhaber ihren Mitarbeitern passgenaue individuelle Lösungen bieten und diese Regelungen häufig schnell, unbürokratisch und informell umsetzen. Seien es flexible Ausbildungsplatzmodelle, Kontakt und Kooperationen mit Kinderbetreuungseinrichtungen oder Job- und Ausbildungsplatz-Sharing-Modelle.
Ob Meisterbrief, ein Studium oder der Schritt in die Selbstständigkeit, das Handwerk bietet Karrierechancen wie kein anderer Wirtschaftszweig. Um immer mehr weibliche Schulabgänger für eine berufliche Laufbahn im Handwerk zu begeistern, hat der Zentralverband des Deutschen Handwerks als Partner an dem Projekt „Gründerinnen im Handwerk“ mitgewirkt. Basierend auf den Forschungsdaten zur Gründungssituation von Frauen wurde ein Qualifizierungskonzept für Betriebsberater in den Handwerkskammern und Fachverbänden entwickelt. Damit diese Existenzgründerinnen optimal zur Seite stehen können. Eine interaktive Ausstellung mit dem Titel „Meine Zukunft: Chefin im Handwerk“, die bis 2013 bundesweit in verschiedenen Kammern gezeigt wird, soll zudem junge Frauen anregen, einen Handwerksberuf zu ergreifen.